Allgemein/Politik & Geschichte

Wie geisteskranke NS-Ärzte in dieser Stadt geehrt werden.

„Die zwangsweise und oft mit Hilfe der Polizei gewaltsam durchgeführte Sterilisation war unmenschlich und widersprach der ärztlichen Ethik.“(1)

Im Eingangszitat bekannte sich der ehemalige Direktor der psychiatrischen Klinik Jena Prof. Dr. Rudolf Lemke zu einer Schuld, die Jenaer Ärzte in der Zeit des Nationalsozialismus auf sich geladen hatten.

Zu einer Anerkennung zwangssterilisierter Menschen als Opfer „nationalsozialistischer Verbrechen“ kam es nie, aufgearbeitet wurden diese Geschehnisse nie und nichts erinnert in dieser Stadt an die Menschen, denen das Recht auf Nachkommen verweigert wurde.
Aber vieles erinnert an die Täter. Das Uniklinikum Jena erhält eine Förderung in Millionenhöhe, ist aber unfähig, sich kritisch seiner Vergangenheit und damit auch Fragen der Zukunft zu stellen.

Die Politiker der großen Koalition versuchen im Landtagswahlkampf ihre Millionenzusagen an eine florierende Gesundheitsindustrie als Beitrag zum Bildungsstandort Jena zu verkaufen. Dabei denken sie offensichtlich nicht an das Heer arbeitsloser Geistes- und Sozialwissenschaftler, die diesem Treiben ungläubig zuschauen.

Während sich die eine große Volkspartei CDU für die Gewährung von 300 Millionen Euro für den neuen Medizincampus feiern lässt, wünscht sich der Direktkandidat der anderen großen Volkspartei SPD in seinem Wahlkreis an erster Stelle „die Entwicklung eines Medizin-Campus Lobeda“. Dies wäre die wichtigste Aufgabe und größte Investition. Jenas Uniklinikum braucht aber nicht nur Millionen Euro für die florierende Gesundheits- und Pharmabranche, sondern auch dringend Geisteswissenschaftler.

In Jena ist die Klinik für Psychiatrie, die Klinik für Neurologie und eine Straße in Lobeda nach Hans Berger benannt. Studenten der Medizin werden in einem Hans-Berger-Seminarraum ausgebildet.

P1050590

Mit diesem Namen sollte sich bereits Prof. Dr. Thomas Deufel, Institutsdirektor am Jenaer Universitätsklinikum, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Jenaer Stadtrat und Staatssekretär im von Christoph Matschie (SPD) geführten Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur beschäftigt haben. Deufels Abteilungen unterstehen die Bereiche Hochschulen, Forschung und wissenschaftliche Infrastruktur sowie Kultur und Kunst.

Auch der promovierte Mathematiker Jörg Vogel trägt als Vorsitzender des städtischen Kulturausschusses Verantwortung für die Straßennamen in unserer Stadt und sollte Auskunft geben können über die geehrten Personen.

Wahrscheinlich lag auf dem Schreibtisch der jetzigen Ministerpräsidentin und vormaligen Gesundheitsministerin Thüringens Christiane Lieberknecht öfter Post von der „Hans-Berger-Klinik für Neurologie“ oder der „Hans-Berger-Klinik für Psychiatrie“.

Auch der Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter weiß möglicherweise von den Verdiensten, aber auch Schattenseiten im Leben Hans Bergers, der nachweislich mehrfach gegen das ärztliche Gebot verstieß, den Kranken nicht zu schaden.

Hans-Berger-Straße in Jena.

Hans-Berger-Straße in Jena.

Das Land Thüringen stellt die Infrastruktur für eine florierende Gesundheits- und Pharmaindustrie zur Verfügung. Währenddessen bewerben sich ca. 170 arbeitslose HistorikerInnen um eine halbe EG 9 Stelle zur Unterstützung des Stadthistorikers. Wie viel ist den Verantwortlichen das Gedenken an das Leid wert?

Hans Berger. Ein psychisch kranker Mann mit Licht- und gravierenden Schattenseiten (2)

Hans Berger (* 21. Mai 1873 in Neuses; † 1. Juni 1941 in Jena) war Neurologe, Psychiater und Direktor der Psychiatrischen Klinik sowie Professor an der FSU. Er wird besonders für die Entwicklung des Elektroenzephalographie (EEG) geehrt. Für die Entdeckung der Hirnströme wurde er mehrfach für den Nobelpreis nominiert.(3)

Die große Entdeckung des EEG (und daran wird weniger gern erinnert) hat Hans Berger aller Wahrscheinlichkeit nach einer „Wahnvorstellung“ zu verdanken, die ihn bereits in jungen Jahren umtrieb.

„Zu den immer noch umstrittenen parapsychologischen Erscheinungen gehört die echte Gedankenübertragung, und doch muß sie meiner Meinung nach auch von der Wissenschaft als Tatsache anerkannt werden!“(4) stellte Berger in seiner kurz vor seinem Suizid erschienen Schrift „Psyche“ fest.

 

Titelbild zu Bergers Werk "Psyche" und seine handgezeichnete Fackel als Einbandvorlage, mit der er symbolisch die Forschungen zum EEG und zu Gedankenübertragungen an die nachfolgenden Generationen übergeben wollte.

Titelbild zu Bergers Werk „Psyche“ und seine handgezeichnete Fackel als Einbandvorlage, mit der er symbolisch die Forschungen zum EEG und zu Gedankenübertragungen an die nachfolgenden Generationen übergeben wollte.

Gesucht hatte er in seinen Versuchen, die an hunderten Menschen durchgeführt wurden, nach einem Beleg für „die echte Gedankenübertragung, (…) bei der der Weg von dem einen Menschen zum andern nicht über die Sinnesorgane geht.“
In parapsychologischen Aufsätzen (5) entwickelte Berger das Konzept der „psychischen Energie“, das zu den Basisvorstellungen gehört, die erst die Entdeckung des EEG ermöglichte. (6)

Über diese Grundüberzeugung habe er aber mit anderen nicht geredet, „um nicht für verdreht gehalten zu werden“, wie er in seinem letzten Buch notierte. (7)

Berger erreichte 1938 mit 65 Jahren die Altersgrenze und wurde in den Ruhestand versetzt. Er übernahm 1939 noch einmal vertretungsweise die Amtsgeschäfte seines Nachfolgers Berthold Kihn (1895-1964). 1941 nahm sich der ehemalige Klinikdirektor Hans Berger in der Klinik, der er vielen Jahre lang vorstand, das Leben.

Nach seinem Tod erhielt Berger eine besondere Würdigung, indem 1956 der Vorschlag seines Amtsnachfolgers Rudolf Lemke realisiert wurde und der Jenaer Nervenklinik der Name „Hans-Berger-Kliniken für Psychiatrie und Neurologie“ verliehen wurde. Der Name „Hans-Berger-Klinik“ wurde, nachdem die drei Abteilungen – Psychiatrie, Neurologie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie – in separaten Kliniken überführt wurden, 1994 für jede der drei Kliniken beibehalten. (8)

Die Mediziner reden sich raus, Geisteswissenschaftler gibt es kaum noch. Daher wird diese Ehrung nicht kritisiert und ein „Lernen aus der Geschichte“ ist nicht möglich.

Zum Zeitpunkt, an dem sowohl Neurologen als auch Psychiater 1994 den Namen für ihre Kliniken beanspruchten, sollte allen Beteiligten die Arbeit Susanne Zimmermanns bekannt gewesen sein, die 1993 an der medizinischen Fakultät als Habilitationsschrift eingereicht wurde. (9)

Darin wird u.a. die Tätigkeit Hans Bergers und Rudolf Lemkes als Beisitzer im Erbgesundheitsobergericht Jena beschrieben. Die Mitarbeit Bergers wurde jedoch nicht nur durch seine Stellung bestimmt, wie es verharmlosend in einer Publikation mit einem Vorwort der Klinikdirektoren der nach ihm benannten Einrichtungen heißt.(10) Immer wieder wird als Erklärung der Handlungen dieser Zeit benutzt, dass „man“ eben so handeln hätte müssen. Mir geht es hier auch nicht um eine „Historie der Staatsanwälte und Richter“, die Thomas Nipperdey zu Recht ablehnte. Mir geht es um Fragen des Respekts gegenüber Patienten, denen in dieser Klinik leid angetan wurde.

Hans-Berger-Klinik für Psychiatrie Jena.

Hans-Berger-Klinik für Psychiatrie Jena.

Wir müssen uns eingestehen, dass Hans Berger diese Aufgabe als Beisitzer mit voller Überzeugung ausführte. Er war, wie so viele andere, dem Sozialdarwinismus auf den Leim gegangen. Als ihn der „NS-Rektor“ Karl Astel bat, nach seiner Emeritierung erneut am EGOG Jena tätig zu werden, teilte Berger mit: „Ich bin sehr gerne bereit, wieder als Beisitzer beim Erbgesundheitsgericht in Jena mitzuwirken und danke Ihnen dafür“.(11)

Die Urteile des Erbgesundheitsobergerichts sind mit etwas Aufwand und Recherche bis heute in der Außenstelle der Stasiunterlagenbehörde in Gera einsehbar. (13)

Am 13. April 1938 etwa saßen ein Richter sowie Karl Astels Assistent Stengel von Rutkowsky (SS- Hauptsturmführer und ab 1940 Dozent für Rassenhygiene, Kulturbiologie und rassenhygienische Philosophie) und der Direktor der psychiatrischen Anstalt Jena Hans Berger in einer nichtöffentlichen Sitzung zusammen. Sie richteten u.a. über die nicht anwesende Frieda B., deren Mann die zwangsweiße Unfruchtbarmachung seiner Frau verhindern wollte. Nochmals wurde ihr „angeborener Schwachsinn“ attestiert. „Daß Frau B. mechanische Arbeit ordentlich ausführt, ändert an der Beurteilung nichts.“(14)

Wenn die Amtsärzte und die Ärzte der Universitätsklinik ein Urteil gefällt hatten, nützte keinem der Betroffenen mehr der Gang vor das Erbgesundheitsobergericht, um Einspruch zu erheben.

Im Zeitraum von 1934 bis 1937 wurden mindestens 1593 Frauen und Männer an den Universitätskliniken Jena zwangssterilisiert (die Gesamtzahl der zwischen 1934 und 1945 in den Universitätskliniken Jena zwangssterilisierten Frauen und Männer ist nicht mehr zu ermitteln). Die Zahlen in Thüringen sind dabei weitaus höher.(15)

Sicherlich waren in der NS-Zeit Erbgesundheitsgerichte überall verbreitet und durch das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ vom 14.07.1933 juristisch legitimiert. Dennoch bleiben eine Menge Fragen, vor allem zur Beschäftigung mit diesem Erbe, offen.

Die Universität Jena wurde in der NS-Zeit zu einem Zentrum für Rassenkunde, Rassenhygiene und Rassenbiologie umgestaltet. Bereits ab 1930 hatte die FSU einen Lehrstuhl für Rassenkunde. Karl Astel konnte bereits ab 1934 ein „Institut für menschliche Erbforschung und Rassenpolitik“, gefördert durch die Carl-Zeiss-Stiftung, aufbauen. (16)

Einen besonderen Beitrag zur Umgestaltung der FSU lieferte auch die medizinische Fakultät, die mit Neurologen und Psychiatern die Urteile über ihre Patienten fällte. In der Klinik für Chirurgie bzw. der Frauenklinik vollstreckte man diese dann.
Dabei ging es keineswegs nur um die Ausrottung schlimmer Krankheiten, wie manche Ärzte bis heute behaupten, sondern das Jenaer Erbgesundheitsgericht ging weit über die Linie anderer solcher Gerichte hinaus, in dem es bspw. auch die „Hilfsschulbedürftigkeit“ ausdrücklich als Erbkrankheit klassifizierte. (16)

Es wurde ein Klima der Angst erzeugt, das u.a. die ehemalige „Ibrahim-Schwester“ Else Lehmann beschreibt, deren Eltern ihre an Epilepsie erkrankte Schwester verstecken mussten.

„Bin vielleicht auch ich „krank“, gehöre auch ich zu jenen, die des Lebens nicht mehr wert sind? Fragen, die mich durchs ganze Leben begleiten werden. Wer könnte sie je wieder löschen?“

Weiter führte sie über ihren Alltag aus: „Erschrecken: Sogenannte Erbkrankheiten sind anzeigepflichtig. Nun also bin ich von berufswegen zur Anzeige verpflichtet – auch im Blick auf meine Schwester. Ein Schock!“ (17)

Die Aufarbeitung der Geschehnisse bisher

Vielen Jenaern ist noch die Auseinandersetzung um die Benennung der Kinderklinik nach Jusuf Ibrahim in den Jahren 1999/2000 im Gedächtnis. Nach langen Konflikten wurde diese Idee verworfen. Auch eine Straße wurde in Forstweg umbenannt.
In einer Erklärung des Fakultätsrates der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität vom 18. April 2000 ist zu lesen: „Sie [die Universität und insbesondere die medizinische Fakultät, B.K.] wird die Erinnerung an diese Ereignisse wachhalten, darüber Studenten und Mitarbeiter informieren und die Tragweite der Verbrechen stets deutlich machen, damit ein solches Geschehen sich nicht wiederholen kann.“(17)

Insbesondere die medizinische Fakultät verweigert sich jedoch diesem Anliegen.

Der 1946 amtierende Dekan der Jenaer Medizinischen Fakultät Skramlik lehnte den Vorschlag des Thüringer Landesamts für Volksbildung ab, erhaltene Akten über die Sterilisation durch Studenten der Jenaer Medizinischen Fakultät bearbeiten zu lassen. „Möglicherweise wollte er verhindern, daß noch in Jena tätige medizinische Hochschullehrer durch diese Akteneinsicht kompromittiert würden“, mutmaßt die Medizinhistorikerin Zimmermann. „Geschützt wurde beispielsweise auch der Psychiater Rudolf Lemke, der 1939 Beisitzer im Jenaer EGOG war“. Verhandelt wurde u.a. am 16.06.1939 der Einspruch eines 39-jährigen Mannes, der wegen „Fallsucht“ (Epilepsie) sterilisiert werden sollte. In der Ablehnung des Einspruchs wurde formuliert: „B. muß um der rassischen Zukunft des Gesamtvolkes willen das Opfer bringen, daß das Gesetz wie von vielen anderen Erbkranken auch von ihm verlangt“. (18)

Rudolf Lemkes Sohn Sebastian, Oberarzt in der Jenaer Klinik für Psychiatrie, schrieb 1999 auf dem bis dato nicht aktualisierten offiziellen Internetaufritt über die Geschichte der Klinik von „psychiatrischem Krankengut“, dessen Zahl gegenüber „neurologischem Krankengut“ abnimmt.

Hier taucht mit „Krankengut“ eines der Worte auf, die am Anfang schlimmster Entwicklungen in der Vergangenheit standen.
PD Dr. Sebastian Lemke erwähnte in diesem historischen Abriss weder den Aspekt der Zwangssterilisationen noch der T4 Aktionen, der planmäßigen Ermordung von Menschen, denen das Lebensrecht abgesprochen wurde.

Darüber hinaus soll er nach Stern-Recherchen im Auftrag von Eggert Beleites, Präsident der Thüringer Ärztekammer und Vorsitzender des Ausschusses für ethische und medizinische Grundsatzfragen der Bundesärztekammer, ein entlastendes Gutachten für Rosemarie Albrecht geschrieben haben, die in Stadtroda als Assistenzärztin mit der Leitung der Frauenabteilung betraut war.
159 Menschen waren in der NS-Zeit in relativ kurzer Zeit auf ihrer Station gestorben, darunter elf Kinder. Gegen Albrecht ermittelte die Staatsanwaltschaft Gera und erhob 2004 Anklage wegen Mordes. Nicht zuletzt aufgrund des Gutachtens des Jenaer Psychiaters Sebastian Lemke scheiterte diese.

Auch ein durch die Abbe-Stiftung gefördertes Projekt zur Geschichte der Psychiatrie in Jena im 20. Jahrhundert, in dem der Klinikdirektor der Psychiatrie Prof. Dr. Heinrich Sauer im Beirat sitzt, kann keine kritischen Ergebnisse erwarten lassen.

Meine Vorschläge an die Landesregierung, die Verwaltung der Stadt Jena und den Vorstand der betroffenen Kliniken lauten:

1. Neben die Büste Hans Bergers vor der psychiatrischen Klinik wird ein Gedenkstein errichtet als ständige Mahnung an alle Besucher und Mitarbeiter. Darauf zu lesen ist der erste Artikel des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

2. Das Bund und Land neben der Förderung medizinischer Infrastruktur in Millionenhöhe auch Finanzmittel bereitstellen für die Aufarbeitung der Geschichte, dass sie Wissenschaftlern ermöglichen, finanziell abgesichert kritische Fragen an die Medizin zu stellen, halte ich für selbstverständlich.

3. Auch die Stadt Jena trägt Verantwortung. Daher sollte ein Teil des Etats, der für das Themenjahr 2015 „Romantik – Licht – Unendlichkeit“ vorgesehen ist und nur zur Profilierung eines Images dienen soll (aus PR-Gründen wird eine Geschichte inszeniert, die es so nie gegeben hat) umgewidmet werden. Es wird damit die Einrichtung eines neuen Forschungsverbundes finanziert.

Unter Federführung des Stadthistorikers werden fünf feste Mitarbeiterstellen für Geistes- und Sozialwissenschaftler am nach dem großen Sozialdarwinisten benannten Ernst-Haeckel-Haus installiert.

Aufgabe dieses Think-Tanks aus Geistes- und Sozialwissenschaftlern ist es, sich kritisch mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Forschungen in Jena auseinander zu setzen und die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Quellen wie die Tagebücher Hans Bergers, in denen dieser als „Kind seiner Zeit“ auch antisemitische Gedanken festhielt, werden wieder der Forschung zugänglich gemacht. Nach fünf Jahren wird das Projekt evaluiert und ggf. verlängert.
—————————
1. Universitätsarchiv Jena, Best. D, Nr. 248, PA Lemke.
2. Dieses Unterfangen kann in diesem Artikel nur in aller Kürze erfolgen. Die größte Gruppe der arbeitslos gemeldeten Hochschulabsolventen mit Arbeitslosengeld II-Bezug bilden nach wie vor die Geisteswissenschaftler mit einem Magisterabschluss. Vgl. Jahresbericht 2011 jenarbeit S. 14 http://www.jena.de/fm/41/Jahresbericht_2011.pdf
3. Vgl. Joachim Bauer/Harald Kluge (Hg.), Das wissenschaftliche Gesamtwerk des Jenaer Nervenarztes Hans Berger, Stuttgart 2011, S. 9ff.
4. Hans Berger, Psyche, Jena 1940, S. 5.
5. Vgl. Hans Bender, Hans Berger und die energetische Theorie der Telepathie, in: Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie, Bd. 6, 1962/63, S. 86.
6. Vgl. Bauer, Das wissenschaftliche Gesamtwerk, S. 21.
7. Berger, Psyche, S. 7.
8. Bauer, Das wissenschaftliche Gesamtwerk, S. 14f.
9. Vgl. Susanne Zimmermann, Die medizinische Fakultät der Universität Jena während der Zeit des Nationalsozialismus, Habilitationsschrift, Tag der öffentlichen Verteidigung 21.12.1993, Druckfassung (= Ernst-Haeckel-Haus-Studien, Bd. 2), Köln/Weimar/Wien 2003.
10. Bauer, Das wissenschaftliche Gesamtwerk, S. 11.
11. zit. in: Susanne Zimmermann/ Thomas Zimmermann, Die Medizinische Fakultät der Universität Jena im „Dritten Reich“ – Ein Überblick in: Kämpferische Wissenschaft. Studien zur Universität im Nationalsozialismus, Köln 2005, S. 401- 436, hier: S. 414. Der Jenaer Psychiater Lemke war am 31.07.1935, am 11.07.1936 und am 02.02.1938 Beisitzer im Erbgesundheitsgericht.
12. Vgl. Bauer, Das wissenschaftliche Gesamtwerk, S. 11.
13. Vgl. BStu MfS HA IX/11 RHE West, 679/1.
14. BStu MfS HA IX/11 RHE West, 679/1.
15. Vgl. Ernst Klee, Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945, Frankfurt a.M. 2001, S. 232.
16. Vgl. Bettina Zimmermann/Thomas Zimmermann, Die medizinische Fakultät der Universität Jena im „Dritten Reich“. Ein Überblick, in: Hoßfeld u.a. (Hg.), „Im Dienst an Volk und Vaterland“. Die Jenaer Universität in der NS-Zeit, Köln 2005, S. 149f.
17. Vgl. Klee, Deutsche Medizin, S. 230.
18. Vgl. Katja Regensburger, Ein Opfer im Dienst der Volksgesundheit. Zwangssterilisationen nach dem Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses an der Universitäts-Frauenklinik Jena 1934-1945, in: Olaf Breidbach u.a. (Hg.) Anthropologie nach Haeckel, Stuttgart 2006.
19. zit. nach: Ernst Klee, Deutsche Medizin im Dritten Reich, Frankfurt a.M. 2001, S. 244.
20. Bericht der Kommission der Friedrich-Schiller-Universität Jena zur Untersuchung der Beteiligung Prof. Dr. Jussuf Ibrahims an der Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ während der NS-Zeit. Jena 2000, darin Enthalten die Erklärung des Fakultätsrates der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität vom 18. April 2000.
21. Zimmermann, Die medizinische Fakultät, S. 416.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s