Allgemein/Kopfkino

Grübeltagebuch am Ende einer magischen Woche.

16.06.2013 21:00 Uhr beim Punkfestival

„Für immer Punk möchte ich sein, für immer Punk.“

Wie war das mit 15 Jahren in der Uckermark, wenn wir einmal im Monat zum Punkkonzert nach Feldberg gefahren sind? „Eisern Templin“ und Pogo! Und vorher im Treff Nr. 1? Um 12 spielte der DJ unsere Lieder, damit wir unser Pogoritual hatten:  Our house in the middle of a Street.
Oh ja, wir waren da schon linke Skins. Should I stay or should I go now?

Und die großen roten Springerstiefel! „Die letzten holt die Bundeswehr, shalalalala“, mein Freund. Und dann bist du freiwillig als Soldat nach Jugoslawien gegangen! Und jetzt bist du Polizist. Mit 14 das „Wort zum Sonntag“ grölen! Revolution! Wo bin ich jetzt?

B. ist jetzt Melanie. Ich bin verwirrt. Also muss ich B. jetzt Melanie nennen? Haha an diesem Fettnäpfen bin ich vorbeigekommen.
Mein „Verliebt sein“ und Keimzeit. „Es ist seine Geschichte, doch nicht meine!“

Märchenprinzessin, erinnerst du dich noch an unsere langen Spaziergänge?
Ich kann Realität, Gedanken und Emotionen nicht mehr auseinanderhalten. Schau dir meine Handschrift genau an!

21.30 Uhr Jetzt bin ich voll drauf!!! Grübeln über das nächste Lied, das dazu passt. „It´s hard to dance that way, when it´s cold and there ´s no muuuuuuusic.” (2,40 min) Kinderschrift
„Protokollführer, weitermachen” sagt der Dorfidiot und ist mir sofort unsympathisch.

Ich muss es allein nach Hause schaffen, Papa! „I always take the long way home”.
„Du bist Künstler!”   Wer bin ich? „Beim Foto ansehen fehlt das Gefühl, das du hattest, als du ihn angesehen hast.“  Das ist meine Weisheit zur Frage, wieso es keinen Sinn macht, einen Sonnenuntergang zu fotografieren.

Nazitagebuch. Ich werde um zehn mit dem Versuch beginnen, nach Hause zu kommen.

Sind Kräuter die neue Therapie? vgl. Die Kunst des negativen Denkens
Dadadada, A., P., B. alle hatten komische Spitznamen.

Hand2

Sy. war heute viel zu oft Thema in meinem Herzen.

Ihre Hände. Nachrichten und Gespräche.

Ergot. und Psychot. und meine Angebergefühle und das Prahlen.

Und die Zeit steht wieder still.

Gundermann, der auch dauernd Thema ist, genau wie Kinski.

Das ist eine krasse Zeit und ich weiß nicht, wo es endet. „Angeberkunst“. Du stehst doch drauf!

Du bist niemand und lässt dich von anderen erfinden. Bist du alles oder Nichts? Clown oder Poet? Extreme. Seit wann? Schon immer. Was war das für ein krasser Tag. (Nachtrag 16.06. Ägypten-A.: „ja, ich kann mit Liedtexten nichts anfangen. ein ständiges ´krass` verstehe ich auch nicht“)

Dumme, kluge Sätze neben mir. Ich will einen festhalten. „Schnauze, due Blödmann“. In thüringischem Dialekt.

Leg das Buch weg und sei hier.

(Notiz allein am Bahnhof)

Hey, kaputte Prinzessin, was für ein Nazikaff, in dem wir hier festsitzen. Unterschied zwischen Denken (Gefühle und Schleifen) und Schreiben (Ordnen und Zensieren).

Lieder und Wirklichkeit

b2Sex und Foto.

„Interner Speicher voll“. Das ist die Meldung vom Fotoapparat. Das könnte auch mein Gehirn melden. Was für Bilder willst du machen?

Ist auf deinem Grabstein noch Platz für meinen Namen? Welche Sehnsucht wird damit erfüllt?

Kontrolle! To-do-Liste. Ich habe die Kontrolle doch schon lange verloren!

Konrad-Adenauer-Stiftung und Weinwanderung, hahahaha

Nachprotokoll zuhause: Die KAS reißt mich aus meinen Gedanken. Der Feind vor der Tür macht mich klein.  „Es ist seine Geschichte, und nicht meine.“ Ich bin hier übrig. Foto mit Grafik. Realität – Gedanken (mit Pfeil zur Realität – „Die werden für die da konstruiert, um das ganze zu ertragen“) – GefühleGrafik

„Jetzt bin ich behindert“, sage ich zu P. Behindertenwegweiserkarriere.

Fällt euch kein besserer Film ein?

Warum will ich wissen, was andere von mir sagen? Ruhe jetzt! Ich gefalle mir dann selbst. Narzissmus.

„Dann geh doch! Es gibt viele andere Welten als die hier.“

Ingo Zamperonie und Okka Gundel moderieren die Tagesthemen, Sport, Vierter.

Film „Ich existiere!“

Da war ich noch Angeber. Jetzt bin ich nichts.

Panik auf dem Flohmarkt.
Aus

16.06.13 Mein Traum: A. mit großen Brüsten und der Typ mit den Muskeln, ich schlafe. Meine schlechte Haut. Ich muss mich zwingen, dort nicht mehr hinzugehen.
Status getrennt? Ist nicht jeder irgendwann, von irgendwas, irgendwie getrennt?
„Was habt ihr getan?“ schreit die Mutter in ihrem Wahnsinn.
Das sind nicht die Lieder von früher!

Und immer wieder schaue ich nach, ob sie die Nachricht gelesen hat.

Johnny Depp „Meine Freunde halten mich für einen Irren. Aber das bin ich nicht. Ich bin nur so, wie sie auch wären, wenn sie nicht so viel Angst hätten.“

Wolke

15.45 Uhr Ich sitze allein an der Saale und trinke Kaffee. Immer allein in Gedanken, mit denen ich versuche, meine Gefühle zu beeinflussen. Jetzt geht es gerade gut allein. Hier läuft Johnny Cash. „What have I become? My sweetest friend Everyone I know goes away in the end And you could have it all My empire of dirt I will let you down I will make you hurt.”

Im Grübelbuch steht: „Besorg dir die Übersetzung und dieses Video!“ „Was ist aus mir geworden, mein liebster Freund? Jeder, den ich kenne, stirbt am Ende. Und du könntest es haben – mein Reich des Drecks. Ich werde dich im Stich lassen, ich werde dir weh tun.“
Hätte ich nicht besser formulieren können.

Y. fragte: „Du kommst ja heute so spät?“ Ich mochte das Gefühl, das ich hatte von Nähe und Geborgenheit. Mein Bruder hat mir schon vor Jahren vorgeworfen, dass ich immer alles gleich „zerdenken“ würde.

Süchtig wirst du nicht nach dem Stoff, sondern nach dem Gefühl, bewusst die Kontrolle zu verlieren (die du sowieso nie hattest). Umso mehr wir uns um Hochwasserschutz kümmern, umso schlimmer werden die Hochwasser. Umso mehr ich versuche, mein Leben zu kontrollieren, umso mehr geht es schief. Ich bin unter einer großen Brücke im Sumpf umhergelaufen und wollte den Ort finden, an dem die Flaschenpost(s?) ankommen. Ich darf das, ich nehme Tabletten!

20:10 Uhr Ich werde gefragt, ob ich „nicht schon zuvor begonnen zu sterben“ habe? Das Buch, das ich jetzt lese, fängt mit einem Zitat an: „Jeder Atemzug wehrt den beständig eindringenden Tod ab. (…) Zuletzt muss er siegen: denn ihm sind wir schon von Geburt anheimgefallen. (…) Wir setzen indessen unser Leben (…) fort, so lange als möglich, wie man eine Seifenblase so lange und groß als möglich aufbläst, wiewohl mit der festen Gewissheit, dass sie platzen wird.“ Darüber lässt sich wieder ewig grübeln.

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